Trainingsdaten und Modellierung

Datenqualität und ihre Bedeutung

  • Gute Trainingsdaten sind essenziell für die Leistungsfähigkeit eines Modells.

  • Aspekte der Datenqualität:

    Vollständigkeit

    Fehlende Werte können Modelle ungenau machen.

    Konsistenz

    Daten sollten einheitlich und korrekt sein.

    Ausreißererkennung

    Extreme Werte können Modelle verzerren.

    Datenverteilung

    Unausgewogene Datensätze (z.B. ungleich verteilte Klassen) beeinflussen Modellentscheidungen.

Feature Engineering

Definition

Feature Engineering ist die Kunst, relevante Eingangsvariablen für ein Modell zu erstellen.

Beachte, dass Feature Engineering vor allem bei den klassischen Machine-Learning-Modellen eine wichtige Rolle spielt und entscheidend für die Modell-Performance ist.

Bei den späteren leistungsfähigeren Modellen, z.B. Deep Learning, kann man oft auf intensives Feature Engineering verzichten und das Modell selbst die wichtigsten Features oder Dimensionen in den Daten finden lassen, allerdings setzt das genügend leistungsfähige Hardware und hohe Datenqualität, vor allem in Bezug auf die Datenmenge, voraus.

Beispiel

Siehe den Begriff Kohorte (z. B. in der Sozialwissenschaft): Kohorte.

Typische Techniken

Feature Skalierung

Normalisierung und Standardisierung von Daten (z.B. Min-Max-Scaling, Z-Score-Normalisierung).

Feature Selektion

Auswahl der wichtigsten Merkmale zur Reduktion von Overfitting.

Feature Transformation

Anwendung von Logarithmus- oder Polynom-Transformationen zur Verbesserung der Modellleistung.

One-Hot-Encoding

Umwandlung kategorialer Variablen in numerische Werte.

Modelltraining und Optimierung

  • Schritte des Modelltrainings:

    1. Datenaufteilung: Aufteilung in Trainings-, Validierungs- und Testdatensätze.

    2. Modellauswahl: Auswahl eines geeigneten Algorithmus (z. B. Entscheidungsbaum, Random Forest, neuronale Netze).

    3. Hyperparameter-Tuning: Feinabstimmung der Modellparameter zur Optimierung der Leistung (z. B. Grid Search, Random Search).

    4. Modellbewertung: Verwendung von Metriken wie Genauigkeit, F1-Score oder Mean Squared Error zur Bewertung der Vorhersagequalität.

    5. Modellbereitstellung: Einsatz des trainierten Modells in einer produktiven Umgebung.